Serie · 3 Stücke
Posbank
Fünf Becher, fünf Abschnitte desselben Stauchmoränenhügels: vom Pavillon oben bis zum Fuß des Hangs.

Die Geschichte
Ich wohne ganz in der Nähe der Veluwezoom, und die Posbank ist für mich eine vertraute Landschaft. Meine Becher sind oft von meinen eigenen Fotos von Gebäuden, Technik und Natur inspiriert. Bei dieser Reihe wollte ich einen Schritt weiter gehen: nicht ein Foto der Landschaft, sondern die Form der Landschaft selbst.
Die Form des Reliefs ist nicht erfunden. Sie ist gemessen. Das Actueel Hoogtebestand Nederland (AHN) erfasst die gesamten Niederlande mit Laserscans aus Flugzeugen, auf einen halben Meter genau. Gebäude und Bäume sind herausgefiltert, sodass nur die nackte Geländeoberfläche übrig bleibt. Diese Daten sind öffentlich und über PDOK frei nutzbar.
Aus diesen Höhendaten habe ich Höhenlinien im Abstand von 5 Metern erstellt. Jede Höhenlinie wird eine Schicht aus 1 Millimeter Ton, und jeder Becher hat fünf davon. Die unteren beiden Schichten schneide ich von Hand aus der Wand des Bechers. Die oberen drei baue ich mit dünnen Tonplatten auf, die ich auf dem Becher passend zuschneide. Jeder Becher zeigt einen Streifen von 1,2 Kilometern Länge und etwa 360 Metern Breite, der einmal um den Becher läuft. Weil 1 Millimeter Ton 5 Metern Höhe entspricht, ist das Relief fast maßstabsgetreu.
Die fünf Becher: Pavillon (77–98 m NAP), Westhang (55–75 m), Osthang (55–75 m), Trockental (45–65 m) und Fuß (35–55 m).
Die Posbank ist eine Stauchmoräne. Sie entstand in der vorletzten Eiszeit, vor etwa 150.000 Jahren, als das Inlandeis den Boden hier nach oben drückte. Die Trockentäler im Hang entstanden später: Als der Boden gefroren war, spülte Schmelzwasser sie aus.
Martijn







